Geschichte des pädagogischen Denkens

Priekinis viršelis
Oldenbourg, 2006 - 382 psl.
Das Verh ltnis zur Tradition bestimmt die Reichweite und Tiefe des p dagogischen Denkens. Wichtige p dagogische Denker der Gegenwart wie Dietrich Benner, Dieter Lenzen, Klaus Mollenhauer, Klaus Prange und Horst Rumpf werden in diesem Buch in der f r die moderne P dagogik charakteristischen Spannung von Aufkl rung, Aufkl rungskritik und Romantik dargestellt. Die im Mai 1968 beginnende neue Epoche p dagogischen Denkens wird in ihren langfristigen Ergebnissen analysiert. Dabei werden die charakteristischen Merkmale der emanzipatorischen P dagogik und der postmodernen P dagogik herausgearbeitet.

Die reformp dagogische Hoffnung auf das Werden des starken, individuellen Selbst der autonomen Lebensf hrung steht indes vor allem unter dem Einfluss Friedrich Nietzsches und seines Kontrahenten Richard Wagner. Dies wird in diesem Buch in einem Kapitel ber Hermann Lietz, Paul Geheeb und Eduard Spranger gezeigt. Die Diskussion um die 'neue Erziehung' bildet das Zentrum der zweiten Epoche des p dagogischen Denkens. Weitere P dagogen, deren Beitr ge zur modernen P dagogik in diesem Buch ausf hrlich dargestellt werden, sind Martin Buber, Wilhelm Flitner, Herman Nohl, Theodor Litt, Peter Petersen, Wilhelm Rein, Erich Weniger und Tuiskon Ziller.

Wichtige Themen der modernen P dagogik wie das Werden der sittlichen Person (des moralischen Charakters), Freiheit als Autonomie, Bildung als Selbstbildung, die bung der Urteilskraft stehen freilich in der lteren berlieferung des Humanismus. Deshalb beginnt dieses Buch mit der Darstellung der ersten Epoche des p dagogischen Denkens von Pierpaolo Vergerio und Desiderius Erasmus bis Jean-Jacques Rousseau und Johann Friedrich Herbart. In dieser Darstellung wird zun chst die P dagogik der Fr hen Neuzeit beschrieben; sodann wird die Ver nderung der Spielregeln beschrieben, denen das traditionelle p dagogische Denken im 18. und fr hen 19. Jahrhundert unterlag. Trotz ver nderlicher Spielregeln wird aber der Fortgang des p dagogischen Spiels ber die Jahrhunderte verdeutlicht. Dieses Buch ist eine Einladung zur Teilnahme am p dagogischen Spiel und ein Angebot, seine Spielregeln zu erlernen.

Aus dem Inhalt:
I. P dagogik der Fr hen Neuzeit: Gelehrsamkeit und Tugend
II. Kritik der Tradition, Paradoxie der Erziehung
III. P dagogik als abgeleitete Wissenschaft und Unterrichtslehren
IV. Individualit t, Geschichtlichkeit und das erzieherische Verh ltnis
V. Die "neue Erziehung" Reformp dagogische Entwicklungen
VI. Zwischen Reformhoffnungen und Selbstreflexion
VII. Allgemeine P dagogik am Ende des 20. Jahrhunderts: die Frage nach den Bedingungen ihrer M glichkeit

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